DNA Genealogie

 

DNA-Genealogie

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Genforschung als Teilgebiet der Biochemie und der Molekularbiologie sprunghaft weiterentwickelt und damit neue Anwendungsgebiete in der Praxis erschlossen. Eines davon ist die DNA-Genealogie, die im Bereich der Familien- und Ahnenforschung, nicht zuletzt auch in der Archäologie und der Geschichtsforschung, eine wichtige Rolle spielt.

Die meisten organischen Überreste ermöglichen mit den heutigen technischen Mitteln eine exakte DNA-Analyse. Obwohl sich das Erbgut durch die Paarung zweier Menschen mischt, wird das Y-Chromosom unverändert vom Vater auf den Sohn weitergegeben. Die Mitochondrial-DNA (mtDNA) wird gleichermaßen von der Mutter auf das Kind übertragen. Durch die Bestimmung von mtDNA und Y-Chromosom bei Menschen oder organischen Überresten kann eine genaue Herkunftsbestimmung erfolgen. So können Vorfahren lebender Personen über Jahrtausende hinweg bestimmt werden.

Um einen DNA-Test zur Ahnenforschung (z.B. bei iGENEA DNA-Genealogie) vorzunehmen, wird der Testperson eine Speichelprobe entnommen. Das geschieht durch Reiben mit einer kleinen Bürste in der Mundhöhle, vorzugsweise auf der Innenseite der Wange. Sicherheitshalber sollten nach einem Abstand von einigen Stunden zwei oder drei Speichelproben entnommen werden. Dieser Mundschleimhautabstich wird verschlossen in einem Plastikröhrchen und versehen mit dem Namen der Testperson einem Speziallabor übermittelt und kann dort auf unterschiedliche Ziele hin untersucht werden.

Für Privatpersonen, die gemeinsame Vorfahren ermitteln wollen, ist die DNA-Genealogie ein effektives Verfahren, dass die finanziellen Möglichkeiten der Normalverbraucher nicht übersteigt. Auch für die Wissenschaft haben die Methoden der DNA-Genealogie unermesslichen Wert. Große Probleme liegen allerdings im Bereich des Datenschutzes, da die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen in Datenbanken gespeichert werden, deren Zugriff auf Dauer vermutlich nicht einhundertprozentig gesichert werden kann.